Klinik für pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin

Die Klinik für pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin ist innerhalb des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin verantwortlich für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Erkrankungen aus den Bereichen der pädiatrischen Kardiologie, Pneumologie und Allergologie sowie aller Früh- und Neugeborenen. Weitere Schwerpunkte liegen in der Betreuung Erwachsener mit angeborenen Herzfehlern und der intensivmedizinischen Behandlung aller kritisch kranken Kinder im Klinikum der UMG. Die Abteilung hat zusammen mit den beiden anderen Kliniken des Zentrums die volle Weiterbildungsberechtigung für die Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin.

Die Abteilung wird von Prof. Dr. Thomas Paul geleitet und arbeitet im Bereich der Kardiologie eng mit der Schwerpunktprofessur für Kinderherzchirurgie (Leiter: Prof. Dr. Wolfgang Ruschewski) zusammen, im Bereich der Perinatalmedizin mit der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe (Leiter: Prof. Dr. G. Emons).

Ambulante Versorgung

Folgende Spezialsprechstunden werden angeboten:

Stationäre Versorgung

Folgende Themen bilden die Schwerpunkte der stationären Versorgung:

Die pädiatrisch-kardiologische Normalstation (Station 2014) ist als Überwachungsstation ausgelegt. Durch eine telemetrische Monitoranlage können wir den Patienten eine größtmögliche Bewegungsfreiheit bieten. Für Eltern besteht die Möglichkeit, auf der Station oder im nahegelegenen Elternhaus zu übernachten und so die ganze Zeit in der Nähe ihres Kindes zu bleiben.

Auf der Interdisziplinären Intensivstation (Station 0133 Nord) werden schwerstkranke Kinder mit allen pädiatrischen Krankheitsbildern sowie Kinder nach operativen Eingriffen intensivmedizinisch behandelt und überwacht. Ein Schwerpunkt der Station liegt in der prä- und postoperativen Behandlung von Patienten mit einem angeborenen Herzfehler.

Auf der Neonatologischen Intensivstation (Station 0133 Süd) werden Frühgeborene ab 24 Schwangerschaftswochen und einem Geburtsgewicht weit unter 1000 Gramm intensivmedizinisch versorgt, ebenso Neugeborene mit schweren Anpassungsstörungen, Infektionen oder nach operativen Eingriffen. Die Station arbeitet eng zusammen mit der UMG Frauenklinik, Fachärzten anderer Fachgebiete, den Krankengymnasten, den Logopäden und vielen weiteren Spezialisten, um eine optimale und auf Ihr Kind abgestimmte Versorgung zu gewährleisten.

Auf der Neonatologischen Überwachungsstation (Station 0132) werden alle Früh- und Reifgeborenen betreut, die keine intensivmedizinische Versorgung mehr benötigen, sowie Neugeborene innerhalb der ersten 4 Lebenswochen. Die Kinder und auch die Eltern werden hier durch das Pflegeteam und speziell ausgebildete Fachkräfte auf das gemeinsame Leben zu Hause vorbereitet. Die Eltern können entweder direkt bei Ihrem Kind oder im nahegelegenen Elternhaus übernachten.

Das moderne Kinderherzkatheterlabor ist mit einer biplanen digitalen Röntgenanlage ausgestattet und hat im Juli 2011 eine komplett neue Herzkatheteranlage erhalten. Diese neue Anlage erlaubt zum einen eine deutliche Verbesserung der Bildqualität, zum anderen kann die Strahlenbelastung für Patient und Untersucher reduziert werden. Im Kinderherzkatheterlabor führen wir das gesamte Spektrum an interventionellen Herzkathetereingriffen durch. Zudem erfolgt hier die invasive Diagnostik und Behandlung sämtlicher Formen von Herzrhythmusstörungen im Kindesalter.

In der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Kardiale Magnetresonanztomographie“ (MRT) (bestehend aus den Abteilungen Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, Kardiologie und Pneumologie) werden bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern aller Altersstufen mehrere moderne MRT-Scanner sowohl für die röntgenstrahlungsfreie, nicht-invasive Routine-Herzbildgebung, als auch zu Forschungszwecken eingesetzt. Es besteht eine enge wissenschaftliche Kooperation mit der MRT Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie.

Die Kinderherzklinik Göttingen verfügt über ein eigenes Forschungslabor. In diesem Labor sind eine Naturwissenschaftlerin sowie drei technische Assistentinnen mit der Bearbeitung der aktuellen Projekte (siehe unter Navigationspunkt Projekte/Studien) beschäftigt. Das Methodenspektrum lässt sich in drei große Teilgebiete unterteilen: Zellkultur, Histologie und Molekularbiologie.

Projektabhängig werden die unterschiedlichsten Zelltypen, von primären Ratten-Herzmuskelzellen über Haarwurzelzellen bis hin zu diversen etablierten Zelllinien kultiviert. Ein neuerer Fokus liegt in der Kultur humaner induzierter pluripotenter Stammzellen und deren Differenzierung in Herzmuskelzellen in Zusammenarbeit mit der „Stem Cell Unit“ der UMG. Des Weiteren werden Säge-Schleif-Schnitte sowie ganz klassische Paraffinschnitte angefertigt und histochemische Färbungen sowie immunhistologische Untersuchungen mit unterschiedlichen Antikörpern durchgeführt. Western Blot und qPCR finden Verwendung, um die Transkription und Translation verschiedener Proben zu analysieren. Für einige Projekte finden Kooperationen mit dem Transkriptions-Analyse-Labor sowie mit der Serviceeinheit „Proteomanalyse“ statt.

Darüber hinaus beteiligt sich die Abteilung an der Ausbildung von Medizinstudenten.